Sächsischer Heilbäderverband

Sachsens Kurorte fordern Thermen-Öffnung

06.05.2020

Seit Mitte März sind deutschlandweit Hallenbäder und andere Freizeiteinrichtungen geschlossen, Freibäder konnten nicht öffnen. Auch die Thermen einschließlich der angeschlossenen Kureinrichtungen in Sachsens Kurorten und Heilbädern müssen Corona-bedingt ihre Türen verschlossen halten. Aktivitäten zur Gesundheitsvorsorge und sportliche Betätigungen im nassen Element sind dadurch derzeit nicht möglich. Für Familien mit Kindern eine gravierende Einschränkung, ebenso wie für Menschen aller Altersgruppen, die sich selbst aktiv für ihre Gesundheit engagieren wollen. Vor dem Hintergrund sinkender Infektionszahlen fordert der Sächsische Heilbäderverband von Bund und Land daher die Zustimmung, die Thermen in den Kurorten unter Beachtung angemessener Infektionsschutz-maßnahmen spätestens Ende Mai wieder zu öffnen. Der Verband schließt sich damit einer Petition der European Waterpark Association (EWA) an und ruft gleichzeitig Sachsens Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die EWA-Petition mit zu unterschreiben, damit die erforderlichen 50.000 Stimmen erreicht werden.

„Gerade in diesen Zeiten dürfen wir die Gesundheitsvorsorge nicht vernachlässigen“, so Prof. Dr. Karl-Ludwig Resch, Präsident des Sächsischen Heilbäderverbandes, „und die Bäder und Thermen spielen hierbei eine ganz wichtige Rolle. Hinzu kommt, dass in öffentlichen Bädern der Zugang und damit auch die Zahl der gleichzeitig anwesenden Badegäste sich problemlos kontrollieren und begrenzen lässt. Außerdem wird das Wasser in den Becken kontinuierlich aufbereitet. Die umfangreichen technischen Anlagen zur Filtration und Desinfektion sorgen für eine hocheffektive Inaktivierung von eingetragenen Mikroorganismen, wie das Bundesumweltamt in einer Stellungnahme Mitte März bestätigte. Die Maßgaben der deutschen Badewasserverordnung stellen sicher, dass alle eingetragenen Bakterien zuverlässig und schnell inaktiviert werden. Da Corona-Viren gegenüber den Wasseraufbereitungs-maßnahmen viel empfindlicher sind als die meisten Bakterien, ist die Sicherheit der Gäste aktuell sicher gewährleistet. Und das ist noch nicht alles. Bäder-Fachverbände haben bereits vor Wochen einen detaillierten Zwei-Stufenplan zur Wiederinbetriebnahme von Freizeitbädern und Thermen erarbeitet. Darin enthalten ist ein umfangreicher Maßnahmenkatalog zu Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen. Wenn die Bäder und Thermen diesen Plan umsetzen und die von den Bäderexperten empfohlenen Maßnahmen anwenden, dann ist die Sicherheit und die Gesundheit von Badegästen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Badeeinrichtungen gewährleistet.“

Gemeinsam mit der EWA appelliert der Sächsische Heilbäderverband daher an die Bundesregierung und die Sächsische Staatsregierung, ab dem 29. Mai die Wiedereröffnung von Freizeitbäder, Thermen, Kurbäder, Hallenbäder und Freibäder zu erlauben. „Wir unterstützen die Online- Petition der EWA ausdrücklich und rufen alle dazu auf, diese Petition mit zu unterzeichnen“, so Prof. Resch. „Der Badebetrieb in Bädern und Thermen lässt sich gut regeln und kontrollieren im Gegensatz zum Baden in Seen und Flüssen, von all den Hygienefragen einmal abgesehen. Geben wir also Ende Mai den Menschen wieder die Möglichkeit, noch mehr für ihre Gesundheit zu tun. Österreich wird dies tun, Deutschland und Sachsen sollten es auch.“

Onlinepetition der EWA unter:

www.kursachsen.de oder direkt über den Shortlink: https://bit.ly/2L1rseK

Pressefotos unter:

https://www.dropbox.com/sh/iunet9y01woo4hb/AAB6tz5...

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